11.09.2026 / Tirana – Valbona

Um 4.30 klingte der Wecker. Dann liefen wir 15 Minuten durch die leere Stadt. Nur Taxis und eine Horde Polizisten vor einem Café. Als wir am Bus Abfahrtspunkt ankamen, fand man uns nicht auf der Liste. Aber wir hatten ja ein Ticket. Also würden wir in einen PKW verfrachtet. Ich mag diese Touritransporte nicht, die Leute sind kaum kommunikativ und man weiß nicht wirklich was gerade passiert.

Auch unser Fahrer sprach nicht mit uns. Erst als der Motor komische Geräusche von sich gab, sagte er „Problem“ und fuhr an ein Cafe. Dort bekamen wir einen Kaffee spendiert und würden in einen anderen Bus gesteckt. Der fuhr mit uns über Serpentinen und dutzenden anderen Bussen zum Staudamm. Dort wurden alle Busse entladen und alle suchten ihr Boot. Wir hatten Glück: Unsere Fähre war fast leer, während andere gleich zu sinken schienen.

Es folgte eine 3 stündige wunderschöne Fahrt über den See, der eher einem Fjord inmitten von hohen Bergen glich.

Nach der Landung trafen wir auf einen sehr zugewandten Englisch sprechenden Busfahrer, der meine Meinung über Touritransporte veränderte. Er kümmerte sich rührend um eine Portugiesin, die in diesem Chaos völlig lost war und nun wieder die ganze Tour zurück musste. Und brachte der freundliche Busfahrer genau zu unserem Guesthouse in den albanischen Alpen.

Wir wurden ebenso freundlich hier begrüßt. Umgeben von hohen Bergen in einem kleinen Garten. Es gibt hier Frühstück und ein opulentes Abendbrot.

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