
Das BunkArt 1 Museum befindet sich am östlichen Stadtrand. Um Geld zu sparen , liefen wir die 6km. Das war bei der Hitze anstrengend, aber auch interessant. Mensch sieht vieles von der Stadt außerhalb der Tourizone.
Das Museum war der Regierungsbunker und wurde erst 2014 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Anlage ist riesig und lohnt sich unbedingt. Wir bekamen ein Handy als Audioguide und gingen zunächst auf den Hügel um dann im Bunker, nach und nach, 5 Etagen nach unten zu laufen.

Gezeigt wurden die Privaträumen der Führungselite und einige Funktionsräume. Interessanter waren aber die Räume, die die Geschichte Albaniens erklärten. Viele Fotos und originale Ausstellungsstücke, Tondokumente. In einem Raum würde ein Chemiewaffeneneinsatz nachgestellt. Mit Wasserdampf, dennoch ein wenig crazy. Der Guide war sehr informativ, trotz KI Stimme und technischer Störungen.

Wer weiß welche Funktion die Flaschen in Hoxha-Zeit hatten, die hier vor dem Ladentisch stehen? (Schreibt es in die Kommentare!)
Nach 3 Stunden waren wir wieder in der Hitze. Von hier aus waren es nur noch ein paar Schritte zur Seilbahn, die uns auf den Tiraner Hausberg brachte. 1000 Höhenmeter. Es war hier etwas kühler, aber trotzdem sehr trocken. Wir entschieden uns gegen eine Wanderung. Und kehrten nach Eiskaffee und kurzem Spaziergang zurück ins Tal.


Weil wir Pflastermüde waren, nahmen wir den Bus zurück ins Zentrum. Die Fahrt kostet 50 Cent pro Person und ein Schaffner kassiert hier noch persönlich. Irgendwie müssen wir uns was anderes einfallen lassen um unsere finanziellen Verluste auszugleichen.