
Heute sind wir viel gelaufen. Zunächst zum Vigelandpark, weil dort das Stadtmuseum ist. Das Museum hatte mehrere kleine Ausstellungen zur Geschichte Oslos. Mensch konnte sich eine App herunterladen, auf der sich ein kleiner Audioguide befand. Die Stadt hieß bis 1920 Kristiania, nach dem dänischen König. Norwegen war lange Teil Dänemarks und später Schwedens.
Danach sind wir wieder in die Innenstadt und waren im Nobel Peace Center, welches sich mit Alfred und dem Friedensnobelpreis beschäftigt. Auch hier mit Audio App. Die Geschichte des Preises und alle Gewinner*innen wurden vorgestellt. Und natürlich der Spirit der ganzen Sache. Ich finde ja, dass der Preis die Welt nicht friedlicher gemacht hat. Aber trotzdem gut, dass ihn Menschen bekommen, die sich dafür einsetzen. Und es stimmt, dass seine Träger*innen in den letzten Jahren immer weiblicher und „nicht-weißer“ geworden sind.

Dann ging’s zurück zum Vigelandpark. Der ist berühmt für seine Skulpturen, die Vigeland in den 1920ern geschaffen hat. Die haben mir sehr gefallen und waren eine schöne Überraschung.

Noch ein paar Fakten zu Oslo:
- Das Bargeld wurde abgeschafft. Hier läuft alles mit Karte. Was es viel einfacher, aber unübersichtlicher macht. Es erklärt aber auch, warum es so wenige Bettler*innen in Oslo gibt
- Osloer*innen sind blond, zwischen 20 und 25 Jahre alt. Scheinen geradewegs von Sylt zu kommen. Jedenfalls sind sie so gekleidet. Wenn sie über 25 sind tragen sie hautenge Joggingklamotten, rennen und schieben dabei dreirädrige Kinderwagen vor sich her. Alle anderen sind Tourist*innen.
- Norwegische Proletarier sind männlich.

4. „Backwerk“ heißt hier „Backstube“.