25.05.2026 / Schaubühne / Ein Volksfeind

Ein Arzt bringt ein Kurbad in existenzielle Not, weil er herausgefunden hat, dass die Bäderquelle verseucht ist. Obwohl Freund und Feind ihn im Stich lassen, bleibt er bei seinem Standpunkt. Die Handlung wird ins heute versetzt. Das passiert sprachlich und mit Livemusik, was das Stück wirklich aufpeppt und an Verständlichkeit gewinnt.

Im letzten Drittel tritt der Arzt bei einer Bürgerversammlung auf. Er hält eine Rede, die aus dem Manifest: Der kommende Aufstand (Unsichtbares Kommittee) genommen wird. Ich fand der Text hat wenig mit dem Stück zu tun. Jedenfalls war zu spüren, dass das Stück schon 15 Jahre alt. Anschließend soll das Publikum diskutieren und es finden sich auch Leute. Die Diskussion kriegt dann auch noch einen Anti-AfD Drive. Was ja an sich gut ist, aber irgendwie auch nicht passte.

Danach ging das Stück noch weiter. Ungewohnt, weil doch normalerweise nach Publikumsdiskussionen Schluss ist.

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