
Dokumentarisches Theater über die sogenannte „Reichsbürger Gruppe“, die mit einem Putsch die Regierung der Bundesrepublik stürzen wollte. Dabei waren Bundeswehroffiziere, ehemalige Bundestagsabgeordnete der AfD, Polizisten und ein Prinz. Der Prozess gegen die Gruppe ist immer noch nicht abgeschlossen.
Marie Schwesinger, die Regisseurin hat Prozessakten studiert und war im Gericht. Herausgekommen ist ein sehr dichtes Stück. Anspruchsvoll für Zuschauer*innen und Schauspier*innen. Es passiert nicht so viel auf der Bühne, dafür sind die realen Texte spektakulär. Man will es einfach nicht glauben: 25 Verrückte wollen den Staat stürzen und eine (aber eigentlich keine) Monarchie installieren. Unglaublich, dass ehemalige hohe Funktionsträger so in Verschwörungstheorien ala QAnon abdriften.
Das macht sie aber nicht weniger gefährlich. Es wurden Waffen gesammelt, Kasernen und der Bundestag ausspioniert und miltärische Umsturzpläne gemacht. Es gab vereinzelte Lacher im Publikum, so skuril war das Ganze. Aber eigentlich blieb einem das Lachen im Halse stecken.