
Heute kamen wir wieder vor zehn los. Der Spitzstein war unser Ziel. Beim Aufstieg zum Spitzsteinhaus mussten wir wieder lehmige Matschabschnitte bewältigen. Die Schuhe werden davon ganz glatt und rutschen schneller auf Steinen. Ich machte mir Sorgen um den Abstieg. Nach anderthalb Stunden erreichten wir das Spitzsteinhaus. Hier werden wir nächste Woche auf der Chiemgauer Runde eine Nacht schlafen. Wir machten nur eine Trinkpause und liefen weiter auf den Spitzstein. Den erreichten wir nach weiteren anderthalb Stunden ziemlich erschöpft. Die Aussicht war toll. Wir konnten bis zum Chiemsee gucken. Abwärts ging besser als erwartet. Einkehr in die Altkasenalm oberhalb des Spitzberghauses auf eine Blaubeermilch, einen g’spritzten Johann und ein großes Stück Pflaumenkuchen.

Da wir anders runtergehen wollten als wir hochgekommen waren, wunderten wir uns, dass der wegweiser auf der Erde lag, dachten uns aber erstmal nichts dabei. Etwas später fiel uns ein, dass unsere Vermieterin von einem gesperrten Weg auf den Spitzstein gesprochen hatte. Wir liefen trotzdem weiter, verloren zwischendurch den Weg, aber dank komot und klingelnder Kühe fanden wir zurück nach Sachrang. Viel trockener war der Weg auch nicht. Insgesamt haben wir heute 840 Höhenmeter und 10,9 km gemacht. Jetzt summen unsere Beine.
