
Sibylle Berg schreibt Stücke, die mensch getrost mehrfach anschauen kann und jedes Mal ein bisschen mehr versteht. Für uns war es das zweite Mal und ich habe es genossen. Vom ersten Besuch hatte ich noch in Erinnerung, dass ich froh war, als es vorbei war. Wahrscheinlich war ich zu müde um das aufzunehmen. Diesmal ganz anders. Das Stück ist teilweise witzig, manchmal auch ziemlich bissig. 4 Frauen stehen auf der Bühne und singen, tanzen (Chor)-sprechen über ihr Leben, während sie auf der Intensivstation im Krankenhaus auf ihren Tod warten. Sie sind wütend und bringen das laut und wortstark zum Ausdruck. Am Ende gab es stehende Ovationen. Ein weiterer Abschied vom derzeitigen Gorki.