
Heute sind wir zunächst 1 Stunde an den Stadtrand gelaufen. Und vieles erinnert uns wieder an Südamerika oder Südostasien. Je weiter weg vom Stadtzentrum, desto ärmlicher die Gegend. Viel Müll, kleine Reparaturklitschen, Händler*innen und erbärmliche Wohnverhältnisse. Aber auch hier die moderne Stadt/Autostraße verdrängt das Elend immer weiter an den Rand.

Auf einem Hügel dann wieder der Tourismus – unser Ziel die Burg Rozava. Ihr Ursprung geht auf das 4. Jahrhundert zurück. Heute nur noch Ruinen. Aber der Blick auf Stadt, See und Fluss sind sehr schön.



Ein kurzer Abstecher führte uns zur Bleimoschee (beachte die Kuppel). Wir durften aber nicht rein, weil falsch gekleidet

Am Nachmittag waren wir dann noch im Museum der Erinnerung. Hier werden die Unterdrückung der Religionen im der Hoxha-Zeit dargestellt. Das hieß stalinistische Schauprozesse und Hinrichtungen und brutale Folter. Betroffen waren vor allem Klerus, Theologen und einfache Vertreter aller Religionen. Auch „Kulaken“. 5-7 000 Menschen wurden umgebracht, 35 000 verurteilte politische Häftlinge in Gefängnissen und Arbeitslagern. 60 000 in Sippenhaft nicht verurteilt in Deportationslager bzw. Dörfer. Ein Raum zeigt die Tötung der „Republikflüchtlinge“. Auch Albanien hatte Grenzzäune. Wurde jemand erwischt, würde er erschossen und manchmal die Leichen zur Abschreckung zur Schau gestellt. Die Aufarbeitung dieser Verbrechen ist bis heute nicht abgeschlossen. Gräber der Opfer noch unentdeckt.

Am Abend sind wir noch viel durch die Stadt gelaufen und haben noch einige Denkmäler entdeckt. In der sehr belebten Fußgängerzone Veltins vom Fass.
