Guadalajara 11.11.2012

Was soll ich noch schreiben, wenn die alten männer in mexiko schon alles erzählen?
Die ersten tage unserer großen reisegruppe waren anstrengend, aber auch erfreulich entspannt. Es gab keine größeren Probleme. Außer: wo gibt es funktionierende geldautomaten oder wo ist helmut? Es ist richtig, alles ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Aber der jetlag der beiden europäer ist jetzt wahrscheinlich vorbei.
Gestern haben wir uns wieder einmal in die greifarme der tourismusindustrie begeben und eine tour nach tequilla gebucht – altereisende berichteten.
Weil wir über anderthalb stunden warten mussten bis alle teilnehmer_innen da waren, wurde uns ein video des unvergleichlichen rancheromusikers vicente fernandez vorgespielt. Das ist ein echter ohrwurm und ich bin die melodie nicht mehr losgeworden. Dabdidadaddab. Ich würde mich freuen, wenn es euch auch so geht. Es ist mir schon öfter aufgefallen, dass hier alte sänger mit ihren enkelinnen auftreten. Also ruhig mal reinhören:

Beim tequilla habe ich mich zurückgehalten. Ich trinke ja auch nicht so gerne wodka. Aber wir haben ungefähr zur selben zeit getrunken, wie in berlin. Die pelmeniparty war wohl wieder ein „voller“ erfolg? Deshalb nachträgliche grüße in form eines fotos:
IMG_2111
Die mexikanische revolution war vor der oktoberrevolution in russland und dauerte einige jahre. Das ergebnis waren soziale reformen und ein den kapitalistischen anforderungen entsprechender moderner staatsapparat. Die revolutionären und radikalen kräfte haben verloren. Ihre führer sind aber heute volkshelden: pancho villa und zapata!
Der chronist der oktoberrevolution John Reed hat nicht nur „10 tge die die Welt erschütterten“ geschrieben, sondern hat auch die mexikanische revolution begleitet: „Mexiko in Aufruhr“. Empfehlenswert!

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