
Der Film ist ja legendär. Das gleichnamige Stück bearbeitet Szenen aus dem Film mal mehr oder weniger frei. Die Ankündigung, dass der Theaterabend im Gegensatz zum Film „gesellschaftliche Strukturen“ verarbeitet ist irgendwie anmaßend.
Die Schauspieler*innen waren steif und wirkten amateurhaft. Die Szenen hatten mir wenig zu sagen, wenn ich nicht den Film gesehen hätte und dadurch einige Bezüge erkannt habe. Ein Beispiel: Im Film lauschen Paul und Paula einem klassischen Konzert. Als „ungebildete“ Proletarierin hält sich Paula nicht an die Konventionen und will während des Konzerts mit Paul kuscheln. Er stößt sie von sich, weil sich das nicht gehört. Paula ist dennoch von der Musik ergriffen, reagiert emotional, weint und klatscht am Ende des ersten Satzes begeistert. Auch hier reagiert Paul unwirsch. Im Stück wird daraus: Paula lauscht allein dem minutenlangen Solo des Schlagzeugers und klatscht dann. Das wars.
Naja, der Abend dauerte eine Stunde. Das war positiv.