
Das Stück spielt 1985 in einer Kommunalka in der Sowjetunion. Im Radio läuft „Unsterbliche Opfer“, Tschernenkow ist gerade gestorben. Die Bewohnerinnen reagieren ganz unterschiedlich darauf. Das nachzuvollziehen, fand ich nicht immer leicht. Aber die einzelnen Mitbewohnerinnen zu erleben, war spannend. Vier Generationen in einem Raum! Die tolle Ursula Werner, die mit 82 Jahren so agil wirkt. Die Vorbereitung auf ein Hauskonzert zieht sich durch das Stück. Am Ende kommen zwei Petersburger Straßenmusikerinnen auf die Bühne und spielen sechs Lieder. Sie haben ebensoviel Beifall erhalten wie die Schauspielerinnen zuvor. Zurecht.