
Heute sind wir in die Berge oberhalb von Valverde gewandert. Es war schon am Morgen windig und wolkig. Auf ca. 1000 Höhenmetern kamen wir in den Nebelregenwald der von den Wolken des Passatwindes gespeist wird. An den westlichen Berghängen nieselt es also ständig. Die krüppeligen Bäume sind fast vollständig mit Moos bewachsen und Farne und Sträucher sind nass.
Oben durften wir für 2€ pro Person den Garoebaum ansehen. Angeblich tropfte an ihm so viel Wasser herunter, dass damit die gesamte Inselbevölkerung mit Trinkwasser versorgt werden konnte. Der ursprüngliche Stinklorbeer wurde 1610 bei einem Gewitter zerstört. Danach sollen einige Menschen hier verdurstet sein. Unser Exemplar wurde erst 1959 wieder gepflanzt.

Runter ging’s dann auf der trockenen Ostseite. Wir sahen die Fähre 1000m unter uns mit den Wellen kämpfen und waren froh auf der Insel bleiben zu dürfen, denn der Wind wurde immer stärker.
Heute muss hier keiner mehr verdursten, auch weil Meerwasser entsalzt wird. Die Energie dazu kommt von Windkraftanlagen und Wasserkraft. Die wiederum aus Staubecken mit entsalztem Meerwasser gewonnen wird. Das funktioniert wie ein Pumpspeicherwerk nennt sich aber korrekt hydroäolisches Kraftwerk https://elhierro.travel/de/die-nachhaltige-insel/
