
Am Samstag fuhren wir im Schneegstöber nach Potsdam. Als erstes gingen wir in das Brandenburgmuseum. Die Ausstellung war recht klein und gab ehe einen schlaglichtartigen Überblick zur brandenburgischen Geschichte. Auch hier wie im SMAC konnte mensch sich den Audioguide aus dem Netz anhören. Ansonsten auch viele Medienstationen. So, dass wir über 2 Stunden in dem einen Ausstellungsraum blieben.
Am Abend waren wir im Hans Otto Theater und sahen „Also träumten wir mit hellwacher Vernunft“. Ein dreieinhalbstündiges Stück über Christa Wolf. Die zahlreichen Rollen wurden von je vier Schauspielerinnen und Schauspielern gespielt. Christa Wolf häufig mit 4 Personen gleichzeitig. Ansonsten schlüpften die Darsteller*innen in solche Rollen wie: Florian Oertel, Erich Honecker, Maxi Gnauck, Herricht und Preil, Biermann, Thomas Brasch, Brigitte reimann usw. Benutzt wurden Texte von ihr und anderen, aber auch oft ganz frei damit umgegangen. Dass manche Szenen etwas albern waren, störte mich nicht. Es gab auch viele anspruchsvollere Szenen, die die Zerrisenheit von Christa Wolf schön herausarbeiteten. Sehr kurzweilig mit viel Freude beim Spielen und Zusehen. Mir ist nicht ganz klar, ob jüngere Zuschauer*innen oder Wessis das Stück, wegen der vielen DDR-Bezüge verstehen können.
Am Sonntag sind wir dann von Potsdam 16km nach Wannsee gelaufen. Das war ne ziemlich rutschige Angelegenheit. In Wannsee fuhr dann keine S-Bahn, wegen des Brandanschlags und Stromausfalls. Wir sind aber noch gut über Teltow nach Hause gekommen.