20.12.2025 / Das rote Haus / Gorki Theater

Ein melancholisches Stück mit großartigem Bühnenbild. Es wird die Lebensgeschichte von „Gastarbeiter*innen“ in Berlin erzählt. Sie lebten im Wohnheim „Das rote Haus“ in der Stresemannstraße. Vorlagen sind das Buch „Die Brücke am Goldenen Horn“ und Rechercheergebnisse des Regisseurs.

Leider habe ich akustisch nicht alles verstanden, weil die Musik teilweise die Sprache übertönte. Manches waren auch Episoden, die sich mir nicht gleich erschlossen. Viel Symbolik. Die Bühne lag im ständigen Nebel. Dadurch wurde das Licht weich und trug wesentlich zur Stimmung des Abends bei. Den größten Anteil an der Melancholie hatte aber der Chor – großartig.

Zum Schluss fahren die vier alten Frauen auf einem Schienenwagen durch ein Tor über dem „Gute Heimreise“ steht und den Rufen „Wir sind das Volk“ in den Nebel. Ganz schön dick aufgetragen? Oder doch realistisch?

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